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Folge 32 - Minis anklicken!
Bert Brecht
An meine Landsleute
Ihr, die ihr überlebtet in gestorbenen Städten
Habt doch nun endlich mit euch selbst Erbarmen!
Zieht nun in neue Kriege nicht, ihr Armen
Als ob die alten nicht gelanget hätten:
Ich bitt euch, habet mit euch selbst Erbarmen!
Ihr Männer, greift zur Kelle, nicht zum
Messer!
Ihr säßet unter Dächern schließlich jetzt
Hättet ihr auf das Messer nicht gesetzt
Und unter Dächern sitzt es sich doch besser.
Ich bitt euch, greift zur Kelle, nicht zum Messer!
Ihr Kinder, dass sie euch mit Krieg verschonen
Müsst ihr um Einsicht eure Eltern bitten.
Sagt laut, ihr wollt nicht in Ruinen wohnen
Und nicht das leiden, was sie selber litten:
Ihr Kinder, dass sie euch mit Krieg verschonen!
Ihr Mütter, da es euch anheim gegeben
Den Krieg zu dulden oder nicht zu dulden
Ich bitt euch, lasset eure Kinder leben!
Dass sie euch die Geburt und nicht den Tod dann schulden
Ihr Mütter, lasset eure Kinder leben!
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Der Mann und der kleine Junge laufen die Leopoldstraße
entlang. Links im Hintergrund ist das Industriehaus zu sehen. Mit Kipploren
wurde auf provisorisch gelegten Gleisen der Schutt abtransportiert zum Wallberg.
-> hier

Wovor Churchill gewarnt hatte -> hier,
war grausame Realität geworden. Deutschland lag in Schutt und Asche. Noch heute
kommt es einem Wunder gleich, wie aus diesem Chaos der Trümmerlandschaften
innerhalb von kurzer Zeit wieder eine der größten Wirtschaftsmächte der Welt
entstehen konnte. Die Leistung der Aufbaugeneration nach dem zweiten Weltkrieg ist nicht
hoch genug einzuschätzen. Die eigentlichen Helden waren Frauen, die Trümmerfrauen,
die den Wiederaufbau durch ihrer Hände Arbeit erst ermöglichten. Die, die
heute die Früchte dieser Aufbauarbeit ernten, sollten darüber nachdenken, wenn
es darum geht, der Aufbaugeneration einen menschenwürdigen Lebensabend zu gönnen!

Zum
Thema Hägele
und Mieth

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Wie viele seiner jugendlichen Kameraden - Bild unten - noch
kurz vor Schluss des Wahnsinns gefallen sind? Wer weiß es? Das Bild
symbolisiert auf eindringliche Art das Elend des Krieges.
Die Nachkriegsdemokratie hat jedoch nichts gelernt! Schon
wieder stehen deutsche Soldaten in fremden Ländern auf
"nichtdeutschem" Territorium. Riesensummen werden für Rüstung und
Stationierung ausgegeben. Das sollte doch nie mehr geschehen! Doch,
Friedensmission - ein Euphemismus der politischen Art - ist das heutige
Zauberwort für die neue deutsche Politikergeneration, wenn sich die Politik
gewaltsam in andere Kulturen einmischt - um wessen Interessen auch immer
wahrzunehmen. Dazu gehört schon eine besondere "Ethikverweigerung"?
Es ist auch heute noch so wie es schon immer war. Die
Verursacher sitzen weit ab vom Schuss und überlassen "Unterprivilegierten"
das Elend. Der einzige Unterschied besteht vielleicht darin, dass es früher
Könige, der Adel und Diktatoren waren, die Kriege führten. Heute sind es die
"Vertreter der Demokratie und des Volkes". Kein mündiger Bürger kann
sich herausreden, das alles nicht gewusst und keine Möglichkeit des
Intervenierens gehabt zu haben. Die Welt ist schon wieder dabei, die Taten für
weitere Denkmäler zu liefern. Es wäre gut, wenn in Zukunft keine Denkmäler
mehr für "Helden" und "Opfer" benötigt würden!

Nie wieder Krieg in Europa und aller Welt! |
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