Eine Seite gegen das Vergessen und gegen alle Kriegstreiber

Folge 5 - Minis anklicken!

19450223_angriff_pforzheim_report_008.jpg (131011 Byte)

19450223_angriff_pforzheim_bild_006.jpg (43835 Byte)


angriff_pforzheim_60_jahre_012.jpg (115882 Byte)

angriff_pforzheim_60_jahre_009.jpg (167148 Byte) angriff_pforzheim_60_jahre_008.jpg (135027 Byte) 19450223_angriff_pforzheim_bild_032.jpg (158732 Byte)

Zu den Stelen chauffiert -> 1   2

Tour zu den Mahnmalen ->  1   2

angriff1945_20051126_001.jpg (241106 Byte)

Leserbrief -> hier

19450223_angriff_pforzheim_mahnmal_001.jpg (113393 Byte)
Fotos aufgenommen im Juni 2005

19450223_angriff_pforzheim_mahnmal_002.jpg (31194 Byte) 19450223_angriff_pforzheim_mahnmal_005.jpg (86815 Byte) 19450223_angriff_pforzheim_mahnmal_003.jpg (40410 Byte)
19450223_angriff_pforzheim_mahnmal_004.jpg (37421 Byte) 19450223_angriff_pforzheim_mahnmal_006.jpg (283011 Byte) 19450223_angriff_pforzheim_mahnmal_010.jpg (306541 Byte)
19450223_angriff_pforzheim_mahnmal_009.jpg (70337 Byte) 19450223_angriff_pforzheim_mahnmal_007.jpg (109586 Byte) 19450223_angriff_pforzheim_mahnmal_008.jpg (28239 Byte)


Endlich sind sie da, die Stelen, das Mahnmal, auch auf diesem Foto im März 2006  gut zu sehen...

Ostern 2006 auf dem Wallberg -> hier


Text auf der Hompage der Stadt Pforzheim zum 23. Februar 1945:

Während eines alliierten Fliegerangriffs durch über 300 Lancaster-Bomber der Royal Air Force (R.A.F.) am 23. Februar wird der Pforzheimer Stadtkern völlig zerstört; innerhalb von 22 Minuten finden annähernd 18.000 Menschen den Tod. Am 18. April enden die Kriegshandlungen mit der Besetzung der Stadt durch die französische Armee.

Man geht insgesamt von 75 bis 80% Zerstörungsgrad aus. In der eng bebauten Innenstadt lag der Zerstörungsgrad zwischen 80 und 100 %. Hier lebte von den ehemals 4112 Bewohnern nach dem Bombenangriff niemand mehr.

"In diesen Mahlstrom - das "Zielsystem Mitteldeutschland" - wurde Pforzheim so ganz nebenbei hineingezogen. Am 23.Februar erlebte es die ungeheuere Wucht der Zerstörung, zu der das (Anm. britische) Bomber Command fähig war. Die Crews der Bomberflotten glaubten, sie würden auch dieses Mal dazu beitragen, den von Hitler herausgeforderten Krieg zu beenden. Sie setzten ihr Leben aufs Spiel, und Pforzheim starb. Es starb grundlos. Es wurde zerstört, weil es noch nicht zerstört war. Es fiel einer Unlogik zum Opfer, die in Kriegszeiten oft mit Notwendigkeit verwechselt wird."

Erste Zählungen nach dem Krieg gingen von 17600 Todesopfern aus. Diese Zahl ist auch nach späteren Berechnungen realistisch, man spricht heute von 17.000 bis 18.000 Opfern.

Vor dem Großangriff am 23. Februar 1945 fanden 19 vergleichsweise folgenarme Bombenabwürfe auf die Stadt statt. In den ersten Kriegsjahren fanden Luftschutzbemühungen relativ wenig Interesse in Pforzheim, weil man die Stadt als wenig gefährdet betrachtete. Dennoch war mit der Bereitstellung von Löschmitteln und Entrümpelungen begonnen worden. Erst im späteren Kriegsverlauf kamen bauliche Maßnahmen, auch der Ausbau von Luftschutzräumen hinzu. Dennoch blieb die Stadt bis Kriegsende Luftschutzort "2. Ordnung". Dies bedeutete, dass die Kommune überwiegend mit eigenen Mitteln Sicherungsmaßnahmen betreiben sollte. Luftschutzorte 1. Ordnung fanden Unterstützung durch das Reichsluftfahrtministerium.

Die feinmechanische Industrie Pforzheims ist nachweislich auf die Herstellung von Zündern und anderen Rüstungsgütern umgestellt worden. Dies muss den britischen Behörden auch bekannt gewesen sein. Dennoch war der Angriff auf Pforzheim Teilstück der Luftkriegsstrategie, die deutsche Bevölkerung kriegsmüde zu machen.

Im Vergleich Gemessen an der Gesamtgröße war Pforzheims Zerstörungsgrad zusammen mit Krefeld und Dresden einer der höchsten. Die Zerstörungen waren zudem Folge eines einzigen nur 20-minütigen Angriffs, auch dies eine Parallele zum ebenfalls erst spät angegriffenen Dresden.

"Der 23.Februar ist Pforzheims Stunde Null. Alle historischen Gebäude sind verschwunden. Dort, wo Johannes Reuchlin einst schritt und Melanchthon zur Schule ging, häufen sich die Trümmer, unter denen die Toten noch jahrelang liegen."

Zitate (kursiv) und Bild aus: Ursula Moessner-Heckner: Pforzheim Code Yellowfin. Eine Analyse der Luftangriffe 1944-1945. Quellen und Studien zur Geschichte der Stadt Pforzheim. Band 2. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1991 (ISBN 3-7995-7402-6) 


Die Vorgeschichte zu den Stelen

19450223_angriff_pforzheim_bild_076.jpg (174377 Byte)

19450223_angriff_pforzheim_bild_111.jpg (200460 Byte)

19450223_angriff_pforzheim_bild_101.jpg (250685 Byte)

19450223_angriff_pforzheim_bild_125.jpg (172943 Byte)

19450223_angriff_pforzheim_bild_126.jpg (102490 Byte)

19450223_angriff_pforzheim_bild_112.jpg (73517 Byte)

 

Bürgermeinungen:

1   2   3   4   5   

6   7   8   9   10

   11   12   13   14   15

16   17   18   19   20 

"Berechtigte" Kritik im Internet? -> hier 

19450223_angriff_pforzheim_bild_103.jpg (204263 Byte)

19450223_angriff_pforzheim_bild_110.jpg (61522 Byte)

Nachgeschichte   1


Stelen in Berlin   

20050510_60_jahre_kriegsende_003.jpg (301504 Byte) 20050510_60_jahre_kriegsende_002.jpg (272511 Byte)

Stelen in Pforzheim (5) und Berlin (2700) können bestenfalls eine Mahnung für die Nachwelt sein. Für die Opfer, die mit ihrem Leben bezahlen mussten, kann es keine Wiedergutmachung geben.

 

20050513__60_jahre_kriegsende_004.jpg (67389 Byte)

Nun hat die Öffentlichkeit Zutritt zu den Stelen in Berlin. Das Bild zeigt ein junges (dummes) Paar, das die Stelen als Sportgerät entfremdet, um Hüpf- und Springübungen auszuführen. Wie blöde sind diese Menschen? Dem Sinn des Denkmals wird dieses Verhalten nicht gerecht. Können sie sich nicht vorstellen, welche Interpretationen daraus entstehen könnten? Und nun auch noch das -> hier

 

Zurück Übersicht Vor