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Folge 4 - Minis anklicken!

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Bericht der englischen Luftwaffe - Royal Air Force - zum Angriff auf Pforzheim

367 Lancaster-Bomber, 13 Mosquitos-Jagdflugzeuge - einzeln, in 6er und 8er Gruppen - und eine Lancaster für Filmaufnahmen flogen den ersten und einzigen flächendeckenden Luftangriff des Krieges gegen Pforzheim. 10 Lancanster-Bomber wurden abgeschossen, während 2 weitere in Frankreich abstürzten. Die Markierung der Ziele und die Bombenabwürfe aus nur 2700  Metern waren besonders präzise. Pforzheim wurde eine äußerst schwerwiegende Zerstörung zugefügt. In 22 Minuten wurden 1825 Tonnen Bomben abgeworfen. Die nach dem Krieg gebildete Untersuchungskommission schätzte, das 83% der bebauten Fläche zerstört wurden, was die wahrscheinlich größte Zerstörung - gemessen in Prozent - nach einem Luftangriff im zweiten Weltkrieg beschreibt. In dieser Nacht wurde das letzte Victoria Kreuz an ein Bomber Kommando vergeben. Im Leitbomber war Hauptmann Edwin Swales, DFC, ein Südafrikaner, vom 582. Geschwader verantwortlich. Der Lancaster-Bomber wurde zweimal angegriffen von deutschen Kampfflugzeugen. 


Leitete den Angriff auf Pforzheim "Hauptmann Edwin Swales", ein Südafrikaner 

Hauptmann Swales konnte seine Umgebung akustisch nicht wahrnehmen, da er per Funk die Befehle an die Hauptangreifer auszugeben hatte. Die hintere Gefechtskanzel und zwei Motoren seines Flugzeuges waren ausgefallen. Hauptmann Swales leitete weiterhin die Bombardierung Pforzheims bis zum Ende des Angriffs. Ihm muss Achtung für die Präzision des Angriffs gezollt werden. Beim Rückflug traf er auf Wolken, die Turbulenzen verursachten. Er befahl seiner Mannschaft den Absprung mit Fallschirm, was erfolgreich realisiert werden konnte. Hauptmann Swales selbst hatte in keinem Moment die Gelegenheit, das Flugzeug zu verlassen und kam um als der Bomber abstürzte. Er ist beerdigt auf dem Leopold Soldatenfriedhof bei Limburg in Belgien.

Englischer Originaltext:

367 Lancasters and 13 Mosquitos of Nos 1, 6 and 8 Groups and a Film Unit Lancaster carried out the first, and only, area-bombing raid of the war on Pforzheim. 10 Lancasters were lost and 2 more crashed in France. The marking and bombing, from only 8,000 ft, were particularly accurate and damage of a most severe nature was inflicted on Pforzheim. 1,825 tons of bombs were it dropped in 22 minutes. The post-war British Bombing Survey Unit estimated that 83 per cent of the town's built-up area was destroyed, probably the greatest proportion in one raid during the war.

Bomber Command's last Victoria Cross of the war was won on this night. The Master Bomber was Captain Edwin Swales, DFC, a South African serving with No 582 Squadron. His Lancaster was twice attacked over the target by a German fighter. Captain Swales could not hear the evasion directions given by his gunners because he was broadcasting his own instructions to the Main Force. 2 engines and the rear turret of the Lancaster were put out of action. Captain Swales continued to control the bombing until the end of the raid and must take some credit for the accuracy of the attack. He set out on the return flight but encountered turbulent cloud and ordered his crew to bale out. This they all did successfully but Captain Swales had no opportunity to leave the aircraft and was killed when it crashed. He is buried at the Leopold War Cemetery at Limburg in Belgium. -> hier

 

Sonderbrief mit Originalunterschrift eines Veteranen zur Erinnerung an Edwin Swales (Minis anklicken)

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Edwin Swales ist insbesondere in seiner Heimat - Südafrika - ein Held. Nach ihm sind Straßen und Plätze benannt.


Auszug aus einer Internetseite für Edwin Swales (wahrscheinlich gestaltet von einem Familienmitglied)

…in der Nacht des 23. auf den 24. Februar 1945 - es war sein 43. Flugeinsatz - war Swales ausgewählt, für den Führungsbomber zu übernehmen für einen konzentrierten Angriff auf Pforzheim bei Karlsruhe in Deutschland. Die Lancaster PB538, 60-M, war mit einem hochgeheimen Navigationssystem ausgestattet. Swales kannte seine Aufgabe, denn er hatte bereits gesehen, wie sein bester Freund und ebenfalls Führungsbomberpilot, Geschwaderführer, Robert Palmer, über Köln abgeschossen wurde und mit brennendem Bomber abstürzte. Palmer erhielt nach seinem Tode postum das Victoria Kreuz. Swales Bomber startete 5 Minuten vor den anderen Bombern aber war nicht früher am Ziel, da er unterwegs von zwei Messerschmitt Bf110 angegriffen wurde, deren Geschosse einen Motor zerstörten und die Treibstofftanks durchlöcherten. Der Bomber setzte seinen Einsatz trotzdem fort. Aufs Neue wurde er getroffen, so dass ein zweiter Motor ausfiel.

Fast verteidigungslos blieb er im Zielgebiet, um seine Befehle zu geben bis er mit Genugtuung feststellen konnte, dass der Zweck des Angriffs erfüllt war. Er war bestrebt zu vermeiden, dass Mitglieder seiner Mannschaft in Gefangenschaft gingen. Mit dem schwer beschädigten Bomber trat er den Rückflug an. Seine langsam fliegende Lancaster verlor ständig an Höhe. Er hatte bereits zweimal eine Notlandung ohne persönlichen Schaden gemeistert und dachte wohl, dass er dieses Mal wieder erfolgreich eine weitere Notlandung durchführen könnte. Aber die Instrumente für den Blindflug waren ausgefallen. Er befahl der Crew den Absprung mit Fallschirm. Swales steuerte den Bomber weiterhin, um seinen Crew-Mitgliedern beste Voraussetzungen für den Absprung zu schaffen. Als letztes Crew-Mitglied sprang sein Freund, Dudley Archer, ab.

Der Bomber verfing sich in zwei Überlandleitungen und explodierte. Die Wrackteile waren auf einem Feld nahe dem Dorf Chappell-aux-Bois am Stadtrand von Valenciennes zerstreut. Am folgenden Morgen kam die Crew zur Absturzstelle. Im verformten Cockpit fanden sie die Leiche ihres Freundes und Hauptmanns. Seine Hände umklammerten noch immer den Steuerknüppel. Er hatte seine Aufgabe bis zu einem Moment erfüllt als es für ihn nicht mehr möglich war, sich selbst zu retten. Dafür rettete er seine Mannschaft.

Fünf Monate später wäre er dreißig Jahre alt geworden. Für seine selbstlose und aufopfernde Tat, mit der er die Leben seiner Mannschaft rettete, erhielt Edwin Swales postum das Victoria Kreuz am 24. April 1945. Er ist der einzige Südafrikaner, dem in der Royal Air Force diese höchste Ehrung zuteil wurde. Luftmarschal Sir Arthur Harris sandte ein Telegramm unmittelbar nach der Verleihung an die Mutter mit folgendem Wortlaut:

Ihre Majestät und König verleiht Ihrem Sohn Edwin gnädig und mit Gefallen das Victoria Kreuz. Bei jeder Gelegenheit bewies Ihr Sohn, dass er ein engagierter Kämpfer und für seine Crew immer ein tapferer und entschlossener Hauptmann war. Er erfüllte seinen letzten Kampfauftrag in überlegter Art und mit Mut. Die ihm zugeteilte wichtige Aufgabe konnte er erfüllen obwohl sein Flugzeug beschädigt wurde. Danach galten seine Gedanken nur noch der Sicherheit der ihm anvertrauten Mannschaft. Für die Rettung seiner Crew setzte er sein eigenes Leben ein. Seine Einstellung zur Pflicht, seine Opferbereitschaft für andere ohne Rücksicht auf die eigene Sicherheit wird uns immer ein Beispiel und Vorbild sein. Ich sende Ihnen mein herzliches Mitgefühl im Angesicht des Verlustes eines tapferen Sohnes und vertraue darauf, dass diese höchste Auszeichnung, welche heldenhaft verdient ist, Ihnen dabei helfen wird, Ihren großen Schmerz zu ertragen. -> hier


Aus einer Internetseite -> hier 

Marauders Over Pforzheim - 1944
Pforzheim, located in southwest Germany, was a vital rail junction, shown here being bombed by the Martin B-26 Marauder. Late in the war it was hit by the RAF, who created a firestorm which destroyed the town.
Marauders (Plünderer) über Pforzheim - 1994
Pforzheim liegt im Südwesten von Deutschland. Es war ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt. Hier wird gezeigt, wie die Martin B-26 Marauder diese Stadt bombardiert. Später im Kriege wurde die Stadt von der RAF heimgesucht. Die RAF entfachte einen Feuerssturm und zerstörte die Stadt.   


Rückkehr an die Stätte des "Sieges"?

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