Dresden im Fernsehfilm

Der Film "Dresden" hat versucht, den Angriff auf Dresden mit nachgestellten und historischen Szenen aufzuarbeiten. Bei der teuersten deutschen Fernsehproduktion aller Zeiten wurde Rücksicht auf den internationalen Markt genommen. Man verspricht sich ein gutes Geschäft durch den Verkauf in andere Länder. Der "deutsche" Fernsehfilm wurde deshalb in englischer Sprache aufgenommen. Ferner ist eine Liebesgeschichte zwischen einem englischen Bomberpiloten und einer deutschen Krankenschwester eingebaut. Dass die Mutter des englischen Bomberpiloten eine geborene Deutsche ist, passt zu diesem Ausrutscher im Drehbuch. 

Die Liebesgeschichte - insbesondere eine Beischlafszene im Krankensaal - nimmt dem Film die erforderliche Seriosität. Zeitzeugen empfinden diese Fiktion als überzogen und in keiner Weise an der Realität orientiert. Ohne die "tolle" Geschichte um den englischen Bomberpiloten und "seine" deutsche Krankenschwester käme der Film wesentlich authentischer rüber. So kommt "Dresden" streckenweise wie einst Dr. Schiwago mit Herz und Schmerz, ein wenig Historie, vielen bunten Bildern und der Bedienung der Klischees über den 2. Weltkrieg daher. 

Interessant erscheinen jedoch die Dialoge im Hauptquartier des britischen Bomber-Command vor der Bombardierung von Dresden. Im Hauptquartier der englischen Bomberflotte war man sich sehr wohl der schrecklichen Konsequenzen bewusst. Die Sprache bleibt jedoch eiskalt und auf den militärischen Erfolg ausgerichtet. Harris lässt jede Spur an Menschlichkeit vermissen. Krank vor Ehrgeiz sucht er den militärischen Erfolg und nimmt dabei den Tod Tausender von Zivilisten in Kauf.  

Für das Fotoalbum wurden die wichtigsten Dialogteile ausgewählt und als Screenshot festgehalten. Der Film ist im 2-CD-Set auf DVD erhältlich.

Start des Fotoalbums -> hier


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Anklicken zum Vergrößern - Pforzheim besucht Dresden!

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Dresden - ein überflüssiger menschenverachtender Angriff 

Der Angriff auf Dresden zum Ende des 2. Weltkriegs war und bleibt die menschenverachtende Tat einer pervertierten Kriegsmaschinerie, die sich selbst nicht mehr im Griff hatte. Die Routine des Tötens und Zerstörens hatte Einzug gehalten in die Köpfe der Befehlshaber. Aus Menschen mit Bildung hatten sich Maschinen des Bösen entwickelt.  

Blinder Hass und die Sturheit selbstherrlicher Politiker führte unschuldige Menschen auf beiden Seiten in das Verderben. Allen Alliierten war zum Zeitpunkt der Angriffe auf Dresden und 10 Tage später auf Pforzheim klar, dass der Zusammenbruch des Krieg führenden "Großdeutschland" kurz bevor stand. Historiker und Zeitzeugen führen größtenteils diese Gründe für die Weiterführung der militärisch sinnlosen Luftangriffe auf die Zivilbevölkerung an:

1. Es sollte eine Revolution von innen gegen das nationalsozialistische Regime entfacht werden. Der Bombenterror gegen die Zivilbevölkerung sollte diese zermürben, gleichzeitig aufstacheln, sich aufzulehnen. 

2. Die Kriegsproduktion in der Alliierten hatte ihren Höhepunkt erreicht. Flugzeuge und Bomben wurden in bis dahin nicht gekannter Masse hergestellt und mussten eingesetzt werden. Der Nachschub floss ohne Unterlass in die Magazine des Todes. Dahinter standen handfeste wirtschaftliche Interessen von Kriegstreibern.

3. Durch die Entwicklung der V1, V2 und die Wunderwaffen-Propaganda bestand bei den Alliierten die Sorge, dass Hitler zum Ende des Krieges doch noch die Atombombe einsetzen könnte.

4. Das UK wollte seine Stellung im Konzert mit den Großmächte USA und Russland stärken. Mit den schweren Nachtangriffen gegen das Reich sollte die militärische Schlagkraft gezeigt werden.

5. Der Hass gegen den Aggressor, der den Weltfrieden innerhalb von 25 Jahren (1914 und 1939) zweimal zerstört hatte, war so groß, dass keinerlei Differenzierung mehr erfolgte. Alle Menschen in Deutschland waren Nazis und Kriegstreiber, die es auszulöschen galt. Kinder, Frauen, ältere Menschen, Regimegegner und Opfer der Hitlerdiktatur hatten in dieser Ideologie keinen Platz.

6. Im UK dachte die politische Führung über das Kriegsende hinaus. Mit einem großen Beitrag zum Sieg sollte ein großer Teil der "Kriegsbeute" gesichert werden. Harris wollte mit Dresden ein unmittelbares Signal setzen nach der Jalta-Konferenz der Alliierten. 

7. Churchill wollte seine Wiederwahl durch einen grandiosen Sieg über das verhasste Deutschland sicherstellen.

Für den Angriff auf Dresden gibt es keine stichhaltige Argumentation! Churchill und Harris spielten sich auf als die Herren über Leben und Tod. Während Churchill noch Zweifel hegte, war Harris längst ein Gefangener seiner verbohrten Strategie. Harris wollte zum Superstar der Kriegsführung aufsteigen, was ihm nicht gelang.

Die englische Öffentlichkeit hatte ein Gespür dafür entwickelt, dass sich Churchill und Harris, von blindem Ehrgeiz getrieben, verrannt hatten. Churchill wurde unmittelbar nach Kriegsende am 26. Juli 1945 abgewählt. Dass Churchill den Karlspreis der Stadt Aachen 1956 "Hüter menschlicher Freiheit - Mahner der europäischen Jugend" erhielt, löste im Ausland Erstaunen aus und fand in der deutschen Bevölkerung wenig Anklang. 

Harris ging nach Südafrika, um sich der Öffentlichkeit nicht stellen zu müssen. Erst 1953 wurde ihm der Sir (Baronet) verliehen und 1992 erhielt er in London ein Denkmal, welches mit Spenden ehemaliger Kriegsteilnehmer finanziert wurde. Die englische Bevölkerung verlieh ihm den Spitznamen "Butcher", was Schlachter heißt.

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